Das Rosenwerk schließt auf

Am Wochenende vom 08. bis 10. Mai schließt der Werk.Stadt.Laden in Löbtau endgültig ab und das Rosenwerk eröffnet offiziell seine Werkstätten. In der Nähe sind zeitgleich mehrere Veranstaltungen von verschiedenen Initiativen geplant, die die Rosenwerkmacher verbinden und die Dresdner damit zu einem Festival der Selbstmachkultur einladen.

Fertig wollen sie nicht sein – denn das wäre Stagnation – wenn am kommenden Wochenende die Stadt zu Besuch kommt, aber funktionsfähig, das schon. Als die SelbermacherInnen im Januar ihre neuen Räume in der Rosenstraße bezogen, wussten sie noch nicht, ob ihr Finanzkonzept für die offenen Werkstätten des Rosenwerkes aufgeht (mehr dazu hier). Es ging auf und die Gemeinschaft ist gewachsen, wohl auch zusammen. Um diesen Etappensieg zu feiern und um einmal zurück und weiter zu blicken, findet am kommenden Wochenende ein regelrechtes Festival der Selbstmachkultur statt.

Zugegeben, eher zufällig finden am selben Wochenende auch die Eröffnung des Kultur Forums des alteingesessenen Riesa Efau mit Programm und das Frühlingsfest des Wächterhauses mit Wächtergarten statt. Aber es zeigt, was im Umkreis von 1,5 km an Eigeninitiative und Macherwillen vorhanden ist in einer Gegend zwischen Löbtau und Friedrichstadt, die viele nur vom Durchfahren her kennen. Nicht zufällig ist aber, dass zwischen all diesen Orten Rikshaws fahren werden, die die Neugierigen von einer Werkstatt zum nächsten Garten bringen werden. Um nicht den Überblick zu verlieren sind diese und mehr Veranstaltung dieses Wochenendes in einer Karte zusammengefasst.

Bild: Julia Leuterer
Bild: Julia Leuterer

Das Festivalprogramm der RosenwerkerInnen beginnt am Freitag mit einem Rückblick auf die Erfahrungen des kreativen Schaffens im Werk.Stadt.Laden in den letzten 5 Jahren. Ab Samstag sind im Rosenwerk auf der Rosenstraße 92 alle Werkstätten frei gegeben um von den Vereinsmitgliedern genutzt und gestaltet zu werden. Neben der Fotowerkstatt stehen die Siebdruck-Utensilien bereit, im Raum nebenan warten die Lasercutter auf neue Nutzer. Neben dem Eingang ist der Raum mit der Papierwerkstatt, den großformatigen Digitaldruckern, mehreren 3D-Druckern und der Elektronik-Ecke. Auch das eine oder andere Boot wurde hier schon repariert.

Mit dem Heiß- (oder Kalt-)Getränk kann man sich den versteckten Hinterhof trollen, der noch mit urbanem Grün, selbstgebauten Möbeln und Farbexplosionen verschönert werden soll. Auf dem Weg dahin kann man sich aus der Neuweltbibliothek noch ein Buch mitnehmen, um das eigene Wissen zur Selbstermächtigung auszubauen.

Ein Teil der Neuweltbibliothek, das Wissen zur Selbstermächtigung. Bild: Julia Leuterer
Ein Teil der Neuweltbibliothek, das Wissen zur Selbstermächtigung. Bild: Julia Leuterer

Von der Laderampe des Gebäudes aus kommt man in die Holzwerkstatt, die größte der thematischen Werkstätten des Rosenwerkes. Hier ist viel Betrieb und am Rand lagern kuriose Dinge, die außer Holzarbeiten auch Gesprächsstoff darstellen.

Die Holzwerkstatt. Bild:  Carolin Partsch
Die Holzwerkstatt. Bild: Carolin Partsch

Nach dem Aufschließen gibt es an diesem Samstag Einblicke in die Produktionskette, Workshops, Wandmalaktionen, Kinderangebote, Leibspeisen, Konzerte und Rave bis in die Morgenstunden. Wer mag, kann am Sonntag danach auf der Laderampe zum Frühstück vorbeischauen.

Mitglied werden und mitmachen im bisher etwa 50köpfigen Träger-Verein Konglomerat e.V. kann jedermensch, wobei die finanziellen und aktiven Mitmachmöglichkeiten so durchdacht und nutzerfreundlich sind wie selten. Wer viel Zeit hat kann mehr mithelfen und am Mitgliedsbeitrag sparen, denn außer offen sind die Werkstätten gemeinschaftlich organisiert. Wer dagegen wenig Zeit aber weniger Geldsorgen hat, kann auch einen eigenen Werkstattschlüssel haben. Und auch für die Menschen mit wenig Zeit und wenig Geld wird sich eine Nische im Rosenwerk finden lassen.

Auf der neuen Webseite soll es zukünftig allen Mietern des Areals möglich sein, sich und ihre Arbeiten zu präsentieren.

„Damit möchten wir die Vernetzung unter den Mietern fördern, das Areal mit den einzelnen Bereichen, Ateliers, Werkstätten und Galerieräumen öffentlich darstellen und es langfristig zu einem neuen Kreativstandort in Dresden entwickeln.“ sagt Matthias Röder, eines der Vereinsmitglieder.

Kommt vorbei, lernt eure Nachbarschaft samt Nachbarn neu kennen und fangt an, euer Umfeld selbst zu gestalten!

Einfach mal reinschauen... Bild: Julia Leuterer
Einfach mal reinschauen… Bild: Julia Leuterer

2 Gedanken zu „Das Rosenwerk schließt auf“

    1. Hallo Dirk,
      das Rosenwerk ist auf der Rosenstraße/ Ecke Jagdweg, es gibt zwei Eingänge ins Gebäude, je einer von Rosentraße und Jagdweg aus. Das findest du, so groß ist es nicht 🙂
      Viel Spaß und vielleicht sehen wir uns da!
      Julia

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