Ein entspanntes Vernetzungs-Treffen mit kraftvollen Folgen

In der Dresdner Transition Szene gibt es nicht nur von Seiten der Kerngruppe von Dresden im Wandel Bestrebungen aktuelle Aktivitäten zu vernetzten. So lud neulich die Greenpeace Gruppe von Dresden zu einem Vernetzungstreffen ein. Gregor Scholtyssek aus dem Kreis der Kerngruppe von Dresden im Wandel nahm an diesem Treffen teil. Mit seiner freundlichen Genehmigung veröffentlichen wir hier seinen Bericht:

Am Mittwoch Abend gab es einen ziemlich schönen Vernetzungs-Abend im Greenpeace-Büro, der unaufgeregt, unangestrengt und umso wirkungsvoller war:

Eine unkomplizierte Struktur

Die Greenpeaceler hatten verschiedenste Nachhaltigkeits-Initiativen eingeladen, um sich zu begegnen und zu schauen, wo Kräfte gebündelt werden können. Von den verschiedenen Umweltschutz-Organisationen über Sukuma, alternative Stadtführungen, Transition Town und die politische Samba-Band bis hin zu UFER und dem GartenNetzwerk war ein gutes Dutzend Initiativen anwesend, sodass die etwa 40 Leute das recht kleine Büro auf der Martin-Luther-Straße 11 proppevoll ausfüllten.

Trotzdem war es entspannt – und das ohne große Vorbereitung: Es gab eine ziemlich lange Vorstellungs-Runde, die aber nicht langweilig wurde, weil man nicht nur seine Initiative vorstellte, sondern auch sagte, an welchen spannenden Aktivitäten man gerade oder dieses jahr konkret arbeitet, die auch für andere interessant sein könnten.

Und tatsächlich entsponnen sich Netze zwischen den verschiedenen Themen, einige wurden öfter genannt, manche waren offensichtlich eine gute Ergänzung zu anderen. Und so kristallisierten sich Themenblöcke heraus, an denen wir in Kleingruppen gut aktionsorientiert rumspinnen konnten. Da ging es einerseits vor allem um Böden, Kohle und Extraktivismus und andererseits um Alternative Finanz- und Wirtschafts-Ansätze.

Konkrete Ergebnisse

In meiner Gruppe trugen wir Ideen zusammen, was wir in der Stadt zum G7-Finanzminister-Gipfel im Mai alles auf die Beine stellen könnten:

Die Idee ist es, mal keine Anti-Aktion zu machen, sondern die Medienaufmerksamkeit zu nutzen, um alternative Ansätze nachhaltigen Wirtschaftens aufzeigen. Da es ja bereits einige Akteure (in der Stadt) gibt, die dies schon auf vielfältige Weise angehen – und offensichtlich auch zum Finanzgipfel etwas gestalten wollen – ist unsere Idee, sowohl an einem zentralen Ort, als auch in der Stadt verteilt, die verschiedensten Beiträge laufen zu lassen. So muss niemand einen Kongress organisieren, stattdessen arbeiten viele Akteure dezentral an sich gegenseitig ergänzenden Aktionen, die wir nur einsammeln und sichtbar werden lassen müssen.

Jede*r aus unserer Kleingruppe ist mit einem Vorhaben nach Hause gegangen, weitere Akteure anzusprechen, herauszufinden, was sie sowieso schon vorhaben, oder sie mit ins Boot zu holen. Ich habe beschlossen, die Informationen auf Dresden-im-Wandel.de zu bündeln und den Stand der Vorbereitungen sichtbar zu machen.

Und was ich sonst daraus mitnehme:

Solche Vernetzungstreffen helfen allen Engagierten in der Stadt weiter, lassen zwar manchmal mehr Arbeit entstehen, aber helfen vor allem, die bestehenden Vorhaben besser zu koordinieren und dadurch Kräfte zu bündeln – und auch zu sparen. Man merkt, mit wem zusammen man etwas schneller schafft, als alleine, findet hilfreiche Informationen und Kontakte.

In der Dresden-im-Wandel-Kerngruppe denken wir gerade darüber nach, einen solchen Raum einmal im Monat zu öffnen. Mal schauen, was daraus wird.

Manchmal kann man aber offensichtlich auch einfach mal spontan eine Einladung raus schicken, zusammenkommen und ganz entspannt im Austausch miteinander die verschiedenen Aktivitäten weiterentwickeln. Der Vorbereitungsaufwand ist echt nicht groß, der Effekt umso größer: Bei jedem solchen Treffen kann echt viel sinnvolle Synergie zwischen den Akteuren dieser Stadt entstehen. Und damit können wir die anstehenden Herausforderungen tatsächlich angehen 🙂

(Zuerst veröffentlicht auf Dresden-im-Wandel.de)

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