Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Kaum eine Nachrichtensendung vergeht ohne, dass das Wort Nachhaltigkeit vorkommt. Wir alle werden dazu aufgefordert nachhaltiger zu leben oder es wird vom Drei-Säulen-Modell gesprochen. Doch was sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit? Darunter versteht man Wirtschaft, Ökologie und Soziales. Nur wenn diese drei Bereiche zusammenarbeiten, kann ein Leitfaden für nachhaltiges Handeln formuliert werden. Wichtig dabei ist, dass jede dieser Säulen gleichrangig und gleichwertig ist und sie ausgewogen nebeneinander existieren.

Das erste Mal konnte man in den 1990er Jahren von den drei Säulen der Nachhaltigkeit hören und lesen. 12 Jahre später – im Jahr 2002 – wurden sie beim Weltgipfel von Johannesburg bei internationalen Verträgen eingesetzt. Auch der Bundestag griff das Drei-Säulen-Modell auf und wollte somit sicherstellen, dass die Gesellschaft in Hinsicht auf ökologische, wirtschaftliche und soziale Gesichtspunkte verbessert werden kann.

Erhalt von Tier-und Pflanzenvielfalt

Die ökologische Nachhaltigkeit hat sich gegen den Raubbau an der Umwelt verschrieben. Damit soll sichergestellt werden, dass der Mensch nur so viele Rohstoffe und Ressourcen aus der Natur zieht, wie auch wieder nachwachsen oder regeneriert werden können. Ein rücksichtsvoller Umgang mit den natürlich vorkommenden Ressourcen soll die Regenerationsfähigkeit sicherstellen und dafür sorgen, dass die Natur auch für künftige Generationen erhalten werden kann. Dazu zählen auch die Erhaltung der Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt und der Klimaschutz. Naturschutz und Klimaschutz sind nicht allein die Aufgabe von Behörden und Umweltorganisationen, hier ist jeder einzelne gefragt.

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit

Ziel eines Unternehmens ist es Gewinne zu machen. Doch auch Firmen müssen umweltbewusst und respektvoll mit den Ressourcen umgehen. Heutzutage sind sich viele Unternehmen ihrer Verantwortung bewusst und sehen die ökonomische Nachhaltigkeit als Chance und nicht nur als Hindernis am Weg zu mehr Profit.

Innovative und umweltschonende Produktionsverfahren, Materialien aus der Region und Gewinnerzielung unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Werte sollen nicht nur als Schlagworte fungieren. Wenn ein Unternehmen sorgsam mit Abfallwirtschaft und Luftschadstoffen umgeht, ist der Grundstein für eine positive Ökobilanz gelegt.

Die UN hat im Jahr 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung unter dem Titel „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung” beschlossen. Alle 193 Staaten der Vereinten Nationen haben sich verpflichtet die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele regional, national und international bis zum Jahr 2030 umzusetzen.

Der Mensch im Mittelpunkt

Arbeitsrecht, soziale Standards und Gesundheitsschutz stehen neben der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Chancengleichheit im Mittelpunkt der sozialen Nachhaltigkeit. Wie geht der Mensch mit Ressourcen wie Strom, Wasser, Lebensmittel und Öl um? Wie kann das Konsumverhalten verbessert werden? Was kann er tun, um auch künftigen Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen? All diese Fragen werden im 3-Säulen Modell im sozialen Aspekt behandelt.

Bauern zu unterstützen, indem man regional einkauft und auf diese Weise auch gleich die CO2 Emissionen senkt, ist eine einfache Möglichkeit den ersten Schritt in Richtung sozialer Nachhaltigkeit zu gehen. Auch die Work-Life-Balance sorgt dafür, dass die Zukunft für jeden lebenswert bleibt. Glückliche und zufriedene Mitarbeiter und soziale Arbeitsbedingungen sind ein Schritt der Unternehmen in die richtige Richtung.