Erneuerbare Energien

Jeder spricht heutzutage über erneuerbare Energien oder regenerative  Energien und wie wichtig sie in Bezug auf Nachhaltigkeit sind. Doch was sind erneuerbare Energien? Als erneuerbare Energien werden Energiequellen bezeichnet die auf lange Sicht zur Verfügung stehen oder sich schnell erneuern. Im Gegensatz dazu stehen fossile Energiequellen, wie Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle, die Millionen von Jahren benötigen, um sich zu regenerieren.

Man unterscheidet drei Energiequellen als Basis für erneuerbare Energien: Sonnenenergie Geothermie oder Erdwärme und Gezeitenkraft, die von der Wechselwirkung der Erde mit dem Mond und der Sonne zusammenhängt. Von den drei Energiequellen wird am meisten die Sonnenenergie genutzt.

Solarenergie für Wärme und Strom

Strahlt die Sonne auf die Erde ein, kann daraus nicht nur Wärme, sondern auch Strom gewonnen werden. Dafür werden Photovoltaikmodule auf Dächern oder auf freien Plätzen montiert, die mittels Halbleitern wie Silizium das Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln. Des Weiteren werden Solarkollektoren, in denen Flüssigkeit zirkuliert, eingesetzt, um Wärme für Heizungen, zur Warmwasserbereitung oder für Klimageräte zu gewinnen.

Da bei der Gewinnung von Energie aus der Sonne weder CO2 noch Feinstaub entstehen, wie sonst bei Kohlekraftwerken, ist diese Energieform sehr umweltschonend. Waren früher Solar-Anlagen sehr teuer, sind sie nun im Preis gesunken und werden beim nachhaltigen Bauen von Einfamilienhäusern oder Bürogebäuden verwendet. Ein Nachteil der Sonnenenergie ist die Verfügbarkeit in den kalten Jahreszeiten.

Nutzung von Erdwärme

Nutzung von Erdwärme
Nutzung von Erdwärme

Wird die Nutzung der Erdwärme zur Gewinnung von Strom, Kälteenergie oder Wärme verwendet, nennt man dies Geothermie. Erdwärme ist im Gegensatz zur Solarenergie vom Wetter und den Jahreszeiten unabhängig und steht somit das ganze Jahr über zur Verfügung. Da auch bei Erdwärme CO2 eingespart wird, ist diese Energiequelle ebenfalls sehr umweltschonend.

Erdwärmepumpen, die Wärme aus der Erde holen und dem Heizungssystem zuführen werden heutzutage oft beim Bauen verwendet. Es gibt drei Varianten der Erdwärme. Bei Erdsonden wird mittels einer Tiefenbohrung dem Boden Wärme entzogen und kann dann über eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser genutzt werden. Wer eine große Rasenfläche im Garten hat, kann Erdwärmekollektoren einsetzen, die waagrecht im Erdreich verlegt werden. Bei der dritten Variante, der Grundwasser-Wärmepumpe, dient das Grundwasser als Energiequelle. Die Temperatur des Grundwassers liegt unabhängig von der Außentemperatur bei 8-12 Grad Celsius und diese Wärmeenergie wird mittels Entnahmebrunnen aus dem Erdreich gezogen.

Strom aus Ebbe und Flut

Gezeitenkraftwerke sind Wasserkraftwerke, die die Bewegungsenergie des Wassers bei den Gezeiten nutzen und in elektrischen Strom umwandeln. Platziert werden diese Kraftwerke in Buchten oder Flussmündungen, um eine optimale Ausbeute zu erzielen. Der Vorteil dieser Anlagen liegen auf der Hand: geringe Betriebskosten, keine Lärm- oder Geruchsbelästigung und kein CO2 Ausstoß machen sie ebenfalls zu einer sehr umweltschonenden Methode der Energiegewinnung.

Doch die Gezeitenkraftwerke sind von den Wasserströmungen bei Ebbe und Flut abhängig und können nur an bestimmten Stellen gebaut werden. Was sicher auch der Grund dafür ist, dass es weltweit nicht viele dieser Anlagen gibt. Die größten befinden sich in Frankreich und Südkorea. 100 Plätze sollen weltweit zur Verfügung stehen, um ein Gezeitenkraftwerk zu bauen, doch keiner davon liegt in Deutschland.