Nachhaltige Architektur

Wer heute ein Haus baut, sieht sich vielen offenen Fragen in Bezug auf Nachhaltigkeit gegenüber, denn die Ressourcen stehen nicht endlos zur Verfügung. Mit Baumaterialien und Energie soll behutsam umgegangen werden. Nachhaltiges Bauen bezieht sich auf einen Planungs- und Bauprozess der auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Damit ist gemeint, dass auf die Erhaltung des Ökosystems und der Umwelt geachtet wird, genauso wie auf den Nutzen für den Menschen und die Gesellschaft, sowie auf die Optimierung und Steigerung des wirtschaftlichen Potenzials eines Gebäudes. Die Bedürfnisse der heutigen Generation sollen befriedigt werden, aber nicht auf Kosten der künftigen Generationen.

Energiebilanz ist entscheidend

Eines der wichtigsten Themen beim nachhaltigen Bauen ist das Thema Energie. Der Mensch möchte mit seinem Haus die Lebensdauer, Effizienz und Qualität steigern, dabei aber Ressourcen und Umwelt schonen und energieeffizient bauen. Dadurch werden Heizkosten gespart und die Umwelt entlastet.

Vor 20 Jahren hat man sich noch weniger Sorgen um die Brennstoffpreise und Auswirkungen des Klimawandels gemacht und fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas wurden in großen Mengen verheizt. Doch der Schadstoffausstoß beeinträchtigt die Erderwärmung und hohe Brennstoffpreise hatten die Menschen angeregt, energieeffizienter zu bauen.

Energieeffizient bauen

Wer heute energieeffizient bauen möchte, kommt um eine gute Wärmedämmung nicht herum. Fenster mit Mehrfachverglasung und gut abgedichtete Türen sollen dafür sorgen, dass die Wärme im Haus bleibt und nicht nach außen entweicht. Auf diese Weise hält sich der Heizbedarf im Rahmen und man spart Kosten. Kein Wunder also, dass Niedrigenergie- und Passivhäuser voll im Trend der Zeit liegen und sorgen dafür, dass man nur minimal heizen muss.

Viele Hausherren beschäftigen sich auch mit dem Thema Solaranlagen, denn diese erneuerbare Energie kann einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Module sind langlebig – sie können eine Lebensdauer von 30 Jahren und mehr aufweisen – und können recycelt werden. Eine Photovoltaik-Anlage kann überschüssige Energie in einer Batterie speichern und wenn nötig, wieder abgeben. Die Amortisationszeit einer Photovoltaik-Anlage wird auf drei bis sechs Jahre geschätzt. Die einzelnen Module lassen sich zu 95 Prozent recyceln und wieder in neue Anlagen einbauen.

Holz als Baustoff

War man früher aus Brandschutzgründen skeptisch beim Baumaterial Holz, so weiß man heute, dass dieses Naturmaterial Beton wegen seiner schlechten Ökobilanz vorzuziehen ist. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der zur Verminderung des CO2-Ausstoßes sorgt und für eine gute Wärmedämmung bekannt ist. Wird beim Bau einheimisches Holz verwendet, sorgt dies auch noch für kurze Transportwege.

Holz kann massiv oder als Verbundprodukt beim Hausbau eingesetzt werden. Sogar Hochhäuser und Stadien werden in der heutigen Zeit in Holzbauweise errichtet. Das Raumklima in Holzhäusern wirkt sich positiv auf den Menschen aus und sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Holz kann die Luftfeuchtigkeit regulieren und Schadstoffe absorbieren. Wird das Material gut gepflegt und richtig eingesetzt, kann es auch aufgrund der hohen Zugfestigkeit auch im Außenbereich als stabiler, wetterfester Baustoff verwendet werden. Wird das Haus aus Holz nach Jahren abgetragen, entsteht unverwertbarer kein Schutt, sondern Holz, das weiter genutzt werden kann. Was nicht mehr verwendet werden kann, wird einfach verbrannt.