Tipps, um nachhaltiger zu leben – Teil 2

Wer nachhaltiger leben möchte, um Umwelt und Klima etwas Gutes zu tun, muss nicht gleich zum Umweltaktivistenwerden. Es gibt viele kleine Dinge, die jeder ohne viel Aufwand zu Hause machen und in den Alltag integrieren kann. Sei es kurze Strecken mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zu fahren, Wasser zu sparen oder weniger Plastikflaschen zu kaufen, aktiv etwas gegen die Umweltverschmutzung oder für die Nachhaltigkeit zu tun, bringt viel mehr als nur ein gutes Gewissen.

Nachhaltig waschen

In Deutschland werden pro Woche pro Person rund 4 Kilogramm Wäsche gewaschen. Dabei werden rund 600.000 Tonnen Waschmittel und 220.000 Tonnen Weichspüler und weitere Waschhilfsmittel verwendet. Beim Aufheizen der Waschtemperatur verbraucht eine Waschmaschine sehr viel Energie und produziert CO2. Auch die Klärung des verbrauchten Wassers trägt nicht positiv zur Energiebilanz bei. Um die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten, sollte die Waschmaschine nur voll beladen gestartet werden. Die meisten Menschen verwenden zu viel Waschmittel, daher sollte leicht verschmutzte Wäsche nur eine kleine Portion Waschmittel zugesetzt werden. Eine Überdosierung bringt kein besseres Ergebnis, aber dafür höhere Kosten und mehr Schaden für die Umwelt.

Es ist auch nicht notwendig jedes Mal einen Weichspüler zu verwenden. Und auf die Vorwäsche kann heutzutage auch getrost verzichtet werden. Wer heute statt des 60 Grad-Programms mit 40 Grad wäscht, erzielt eine Energieeinsparung um 35 bis 40 Prozent. Wenn es warm ist und die Sonne scheint, ist es auch nicht nötig, den Trockner anzuwerfen. Wer die Wäsche im Freien trocknet, spart Energie und holt sich einen  frischen Duft ins Haus.

Nachhaltig kochen und essen

Keiner erwartet, dass nun alle Menschen plötzlich vegetarisch oder vegan leben sollen, doch Fakt ist, dass der Mensch zu viel Fleisch konsumiert. Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist maßgeblich für Treibhausgase verantwortlich und daher sehr schädlich für die Umwelt. Wer ab und zu Fleisch, Milch, Eier und andere tierische Produkte etwas reduziert, schont die Umwelt. Und wenn es schon Fleisch sein muss, dann wenn geht aus biologischer Herkunft.

Auch beim Kochen kann Energie eingespart werden. Man sollte immer darauf achten, dass Topf und Herdplatte dieselbe Größe habe, so wird die Hitze optimal ausgenutzt und nicht unnötig Strom verschwendet. Der Deckel soll dabei so lange wie möglich auf dem Topf bleiben, um Hitzeverschwendung zu vermeiden. Ein Tipp am Rande: salzen sollte man erst dann, wenn das Wasser kocht, denn befindet sich das Salz schon von Anfang an im Kochwasser dauert es länger bis es kocht und man benötigt daher viel mehr Strom.

Nachhaltig kochen und essen

Wer Obst und Gemüse saisonal und regional einkauft, kann sicher sein, dass die Früchte reif geerntet wurden und die Transportwege kurz waren. Das Gemüse und Obst schmeckt besser und auch die heimischen Bauern werden sich über die Unterstützung freuen. Viele Bauern bieten regionale Obst- und Gemüsekisten im Abo an. Auf diese Weise erhält man regelmäßig saisonale Lebensmittel aus der Region nach Hause geliefert, von denen sie wissen, wo sie herkommen und wer sie angebaut hat.