Tipps um nachhaltiger zu leben - Teil 3

Wer nachhaltiger leben will, kommt nicht umhin sich Gedanken um seine Fortbewegung und den Verkehr zu machen, denn der Verkehrssektor ist eine der Hauptquellen von CO2-Emissionen. Wer mit dem Fahrrad statt mit dem Auto kurze Strecken zurücklegt, tut nicht nur der Umwelt, sondern auch seinem Körper etwas Gutes.

Bei der Arbeit angekommen, geht mit dem Auto die Parkplatzsuche los. In der Großstadt wird diese Suche zu einer Herausforderung der besonderen Art. Laut einer Studie von Inrix verschwenden Deutsche rund 41 Stunden im Jahr bei der Parkplatzsuche. Dieses Problem haben Fahrradfahrer nicht: sie können das Rad an den nächsten Pfosten oder die nächste Hausmauser lehnen und mit einem Schloss sicher machen.

Wer am Abend das Büro oder seine Arbeitsstelle verlässt, will schnell nach Hause kommen und das verdiente Abendessen genießen. Doch die meisten Autofahrer müssen sich auf einen Stau einstellen, der viele überflüssige Minuten und Nerven kosten kann. Wer mit dem Drahtesel unterwegs ist, kann den Stau umgehen und kann während der Heimfahrt auch noch seinen Stress abbauen. Und das Beste daran, er muss sich keine Sorgen um die Benzinpreise machen. Statt fossiler Brennstoffe werden beim Radfahren nur Kalorien verbrannt und die Natur geschützt.

Den Weg ins Fitnessstudio kann man sich sparen, wenn man öfter den Drahtesel nutzt, als das Auto. Wer meint nicht sportlich genug zu sein, um mit dem Rad zur Arbeit oder zu Freunden zu fahren, sollte mit kürzeren Strecken beginnen und sich langsam steigern. Um Schmerzen in den Knien und Schultern zu vermeiden, ist es wichtig die Sitzposition am Rad richtig einstellen zu lassen. Wenn die Einstellung passt und die Ausdauer trainiert ist, wird jede Ausfahrt mit dem Rad zum Vergnügen.

Letzte Meile soll klimaschonend sein

Viele Menschen, die in der Stadt nachhaltiger leben wollen, kaufen gerne bei Ab-Hofläden oder Bioläden ein. Dafür nehmen sie auch in Kauf, dass sie längere Strecken zurücklegen müssen, als beim Supermarkt ums Eck einzukaufen. Doch wer die weitere Strecke für sein biologisches Gemüse mit dem Auto zurücklegt, hat der Natur nichts Gutes getan. Der CO2-Verbrauch ist auf diese Weise viel höher und der Einkauf beim Supermarkt wäre viel klimafreundlicher gewesen. Hier geht es um die sogenannte „Letzte Meile“ in der Ökobilanz. Damit ist der Warentransport zum Haus des Kunden gemeint. Diese soll effizient und klimaschonend sein, doch meist verschwenden Lieferungen und Rücklieferungen in bebaute Gebiete Kraftstoff und Zeit.

Doch auch hier kann man Abhilfe schaffen, denn kleinere Einkäufe lassen sich auch mit dem Fahrrad erledigen. Um Einkäufe sinnvoll und klimaschonend zu bündeln, bieten immer mehr Bauern Abos für regionales Obst und Gemüse an. Diese Biokisterl werden mit saisonalen Obst und Gemüse gefüllt und meist einmal in der Woche zu den Bio-Liebhabern gebracht. Statt vieler Einzelfahrten der Kunden zum Biohof ist nur ein Lieferwagen unterwegs und verteilt die Gemüseboxen an seine Kunden. Regional, frisch und saisonal sind die Bio-Produkte, die dem Kunden bis vor die Haustüre geliefert werden.