Tipps, um nachhaltiger zu leben

Kaum ein Tag vergeht, in dem in den Nachrichten nicht von Nachhaltigkeit gesprochen wird. Viele Projekte und Themen erfordern dabei länderspezifische oder regionale Umsetzungen, die von Wirtschaft und Politik vorangetrieben werden. Doch was kann der Einzelne tun, um sicherzustellen, dass auch künftige Generationen in einer lebenswerten Welt groß werden können?

Klima- und Naturschutz, Aktionen gegen die Wegwerfgesellschaft und Verminderung des Ökologischen Fußabdrucks, es gibt viele – oft kleine – Dinge die jeder Mensch ohne viel Aufwand tun kann.

Der Begriff Ökologischer Fußabdruck wurden in den 1990er Jahren von den Wissenschaftlern Mathis Wackernagel und William Rees geprägt und gilt als Indikator für Nachhaltigkeit. Der Wert gibt an, wie sehr die natürlichen Ressourcen auf der Erde und das Ökosystem beansprucht werden. Wer seinen Ökologischen Fußabdruck berechnen möchte, kann dies auf verschiedenen Internetseiten tun.

Muss das neue Smartphone wirklich sein?

Und wieder ist ein neues Apple oder Blackberry Handy auf dem Markt und es sieht so schick aus. Doch das „alte“ Smartphone ist noch nicht einmal zwei Jahre alt und funktioniert noch einwandfrei. Jedes Jahr ein neues Smartphone, ist für viele Menschen ganz normal, doch der Umwelt tut damit niemand einen Gefallen. Die Herstellung von Leiterplatten und Halbleitern, die bei Handys eingesetzt werden, sind wahre Energiefresser. Wer etwas für die Umwelt tun möchte, sollte sich überlegen, ob das neue Handy wirklich sein muss, oder ob man nicht noch eine Weile sein altes nutzt.

Muss das neue Smartphone wirklich sein?

Genauso ist es mit dem Kleid oder dem Mantel vom Vorjahr. Die Auswahl an neuen Kleidungsstücken ist unendlich und jeder will schick und trendy gekleidet sein. Doch was tun, wenn der Kleiderschrank schon jetzt überquillt? Wenn das neue Tel unbedingt sein muss, dann am besten die Kleidung, die noch gut erhalten ist, aber leider vom Vorjahr, zu einem Second-Hand-Laden bringen. Denn hier ist die Chance große, dass das abgelegte Kleidungsstück vielleicht einen neuen Liebhaber findet und somit wiederverwertet wird.

Regional einkaufen unterstützt nicht nur die Bauern

Wer sein Obst und Gemüse nicht nur saisonal, sondern auch regional einkauft, kann damit die Bauern unterstützen und aufgrund des kurzen Transportwegs der Lebensmittel für eine gute Ökobilanz sorgen. Doch der Hauptvorteil liegt darin, dass diese Früchte auch besser schmecken, weil sie Zeit haben zu reifen und nicht unreif geerntet werden. Oft sind sie auch günstiger als die Importware und das Wissen um die Herkunft, stärkt die regionale Identität. Auf diese Weise werden auch Arbeitsplätze geschaffen und erhalten und das Geld bleibt in der Region.

Und wenn man schon vom Einkaufen spricht: das Vermeiden von Plastik- und Einwegverpackungen trägt ebenfalls zum Umweltschutz bei. Nicht jedes Stück Obst muss in einem eigenen Plastikbeutel verpackt werden, man kann auch von zu Hause einen Baumwollbeutel mitbringen und in diesen seine Lebensmittel verstauen und nach Hause transportieren. Wer statt Plastikflaschen wieder auf Mehrweg-Glasflaschen zurückgreift, denn diese können bis zu 50-mal wieder befüllt werden. Seit kurzem schießen auch „Unverpackt-Läden“ in Deutschland aus dem Boden, in denen die Produkte ohne Verpackung erstanden werden können. Der Kunde nimmt einfach seine Behälter und Beutel von zu Hause mit und reduziert somit Verpackungsmaterial.