Umweltfreundlich entsorgen

Wohin mit dem alten Kühlschrank, dem kaputten Fernseher oder dem ungewollten Handy? Nachhaltigkeit und Umweltschutz hören nicht beim Einkauf auf, sondern greifen in alle Bereiche des täglichen Lebens. Die richtige Entsorgung soll umweltschonend und am besten kostengünstig vonstattengehen. Schon beim Kauf von Elektrogeräten sollte darauf geachtet werden, ob das Gerät auch umweltschonen entsorgt werden kann.

Elektrogeräte

Wenn die Waschmaschine den Geist aufgegeben hat und die neue schon bestellt ist, stellt sich die Frage: wohin mit dem alten Gerät? Auf keinen Fall sollen große Elektrogeräte, das sind Geräte mit einer Seitenlänge ab 50 Zentimeter – zum Hausmüll oder in der freien Natur abgelegt werden. Wird die neue Maschine geliefert, hat man die Möglichkeit das Gerät dem Lieferanten mitzugeben, der es dann ordnungsgemäß einer Entsorgung zuführt. Meist zahlt man bei großen Geräten schon beim Kauf einen bestimmten Preis, der hinterher die fachgerechte Entsorgung des Geräts garantiert. Wer sich für eine Abholung des Sperrmülls entscheidet, hat die Möglichkeit auch Elektrogeräte mitzugeben. Aber nur im haushaltsüblichen Maß, üblicherweise nicht mehr als drei Geräte eines Typs.

Kleine Elektrogeräte, wie Bügeleisen, Föhn, Kaffeemaschine und Co., unter einer Größe von 25 Zentimeter,  muss der Händler kostenlos annehmen. Dazu sind alle Einzel­händler verpflichtet, deren Verkaufs­fläche für Elektrogeräte mindestens 400 Quadrat­meter beträgt. Ist die Geschäftsfläche kleiner, liegt es an der Kulanz des Händlers, ob er den Elektroschrott zurücknimmt oder nicht. Der örtliche Recyclinghof gilt ebenfalls als Annahmestelle für kaputte Kleingeräte.

Handys nicht in den Hausmüll

Alte Handys sollten nie im Hausmüll entsorgt werden, da bei ihrer Verbrennung giftige Substanzen entstehen können. Das Smartphone kann zum Handy-Shop gebracht werden oder zu einer speziellen Sammelbox. Auch Recyclinghöfe und Elektrofachhandel sind eine Alternative, wenn es darum geht, ein altes Handy fachgerecht loszuwerden. Sollte das Handy noch funktionstüchtig sein, kann es über Webseiten, wie Ebay oder Spotify günstig erkaufen und somit noch ein paar Euro daran verdienen. Man sollte aber darauf achten, dass alle persönlichen Daten gelöscht werden, bevor man es verkauft oder entsorgt.

Batterien und Lampen sind kein Restmüll

Batterien und Lampen sind kein Restmüll
Batterien und Lampen sind kein Restmüll

Batterien und Akkus bestehen aus einer Vielzahl an wichtigen Rohstoffen, doch enthalten sie auch gefährliche Inhaltsstoffe. Eine Entsorgung über den Restmüll ist daher nicht zu empfehlen. Sie können aber im Handel zurückgegeben oder zu einer Sammelstelle gebracht werden. Alle Geschäfte, die Batterien verkaufen sind verpflichtet alte Batterien auch wieder zurückzunehmen und fachgerecht zu entsorgen. Und dies unabhängig davon, ob man wieder neue Batterien kauft oder nicht. Die Vorgehensweise ist dazu recht simpel: einfach die Batterien und Akkus in den dafür vorgesehenen Sammelbehälter werfen, die meist an den Kassen zu finden sind. Gebrauchte Autobatterien hingegen können bei den Sammelstellen oder in Kfz-Werkstätten abgegeben werden.

Auch Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen sind nichts für den Restmüll, denn sie müssen aufgrund des Quecksilbergehalts bruchsicher entsorgt werden. Hier lohnt wieder der Weg zur Altstoffsammelstelle oder zum Händler, der diesen Sondermüll für sie entsorgen wird. Durch die richtige Entsorgung wird sichergestellt, dass Bauteile aus Glas oder Metall wieder verwertet werden können und Schadstoffe nicht in den Naturkreislauf gelangen. Wer LED- oder Energiesparlampen nicht ordnungsgemäß entsorgt, dem kann sogar ein Bußgeld auferlegt werden.